Aktuelles

In Mundart durch Sieburch

„Saach hür ens“ Lohmar e. V. auf mundartlicher Städtetour mit Charly Haft durch Siegburg

Es war ein Angebot für die Mitglieder und Freunde von “Saach hür ens“, das am letzten Samstag eine stattliche Gruppe zu einer mundartlichen Stadtführung mit dem Siegburger Urgestein Charly Halft  nach Siegburg gelockt hatte, und die sollten ihr Kommen nicht bereuen. Schon bei den einführenden Worten im Stadtmuseum wurde den Teilnehmern klar, dass sie es hier mit einem absoluten Fachmann und Kenner der Siegburger Stadtgeschichte zu tun hatten, der an einem Relief-  und einem Modelltisch des alten Siegburg schnell allen die Bedeutung der Stadt und der Region bis in die heutige Zeit hinein verdeutlichte. So ging es anschließend durch die Stadtbibliothek zum alten Zollamt und danach weiter zur evangelischen Kirche. Der Mühlengraben und die alte Mühle am Park des Kreishauses wurde ebenso in die Tour mit einbezogen wie die Bedeutung des neuen ICE Bahnhofs. Und immer wieder begleitete die alte Stadtmauer den Rundgang.Beeindruckend das Denkmal für die ehemalige jüdische Synagoge in der Brauhofgalerie und die Anekdötchen zu den Juden, die einst in Siegburg lebten, z. B. „dä Päädsmetzjer in d’r Holzjass“, die ihren Namen daher trägt, weil die Straße früher einmal mit Holzplanken ausgelegt war, „dômet die Lück nitt durch d’r  Matsch loofe môten.“ Auch lernte die Lohmarer Gruppe kennen, „wôrümm die „Auljass“ su wichtich woor für Sieburch: Nitt weil ett he nôh Luhme jeht“, sondern weil links und rechts die Töpfer wohnten, die aus den Tongruben auf dem Tönnisberg ihr Arbeitsmaterial für die weltberühmten Siegburger Schnellen holten.Der 90- minütige Rundgang endete am ältesten Siegburger Bürgerhaus, dem „Haus zum Winter“ direkt am Kirchplatz von St. Servatius“. Da der Wettergott es gut gemeint hatte mit den Teilnehmern, freuten sich bei den sommerlichen Temperaturen alle auf eine kühle Erfrischung und leckeres Essen im Biergarten  eines Siegburger Restaurants. Erwin Rußkowski, der 1. Vorsitzende von “Saach hür ens“ Lohmar e. V., bedankte sich bei Charly Halft für seine sehr informative und unterhaltsame Stadtführung und stellte im Sinne des Lohmarer Brauchtumsvereins fest, dass sich in Mundart so manches viel besser und lockerer ausdrücken lässt als in der hochdeutschen Sprache.

Ihr/euer “Saach hür ens“ Lohmarv e.V.

Aktuelles vom 20.05.2017

„Saach hür ens“ Lohmar e.V. präsentierte:

3. Mundartkonzert „Op d’r Baach“

„Anti bliev Anti!   Unn d’r Machtin woor och nit schlääch!

So oder so ähnlich klangen die Kommentare, die man nach Abschluss des dritten Mundartkonzertes  hören konnte, das “Saach hür ens“ Lohmar e.V. wieder gemeinsam mit dem Dilettantenverein Neuhonrath 1899 e.V. am 12. Mai präsentierte.

Aber der Reihe nach:

Zu Beginn der knapp dreistündigen Veranstaltung, der die Gäste, die zum Großteil bereits eine Stunde vorher im Saal waren, entgegenfieberten, zeigte der Lohmarer Liedermacher Martin Moos als „ Machtin“ sein ganzes Talent als Songschreiber und Texter, dass er es durchaus mit so manchem Kollegen aus der Branche des kölschen Liedguts aufnehmen kann. Begeisterter Applaus des Publikums im vollen Saal „Op d‘r Baach“ war der verdiente Lohn für die gezeigte Leistung.

Dann war es soweit: Bernd Antweiler („Anti“) und seine Mitstreiter Martin Graf, Manfred Bosse und Tanja Krämer zogen zu den  Instrumentalklängen von „ Scheiß Môndaach Morrje“ – einer Prozession ähnlich – in den Saal und auf die Bühne und starteten damit in einen unvergesslichen Abend voller  „Krätzje unn Balladen“.

Dabei präsentierte sich Berd Antweiler so, wie ihn seine zahlreich im Saal erschienenen Fans noch von  der Zeit der „Screamers“ und „Panzerknacker“ aus den 60-er und 70-er Jahren kennen. Die lieben an ihm nämlich die „positiv schnodderige Art“, wie er seine Stücke ankündigt ebenso wie sein multimusikalisches Talent an unzähligen Instrumenten. Dem stehen die anderen Musiker in Nichts nach: Martin Graf mit Keyboard und Gesang, Manfred Bosse (ebenfalls früher Mitglied der „ Panzer-knacker) mit Gitarre, Kontrabass und Gesang sowie die hervorragende Tanja Krämer als Multiinstrumentalistin.

Mit „Themen aus dem Leben“, wie es Antweiler und Graf nennen, die die Songs für die Band schreiben, schafften es die vier Musiker das Publikum von der ersten bis zur letzten Minute in ihren Bann zu ziehen. Was gibt es Besseres als in Liedern Alltagssituationen von ganz normalen Menschen zu beschreiben, bei denen der ein oder andere sich durchaus auch dabei selber entdeckt. Und umso herzhafter kann man dann auch mitsingen und vor allem mitlachen. Beides sollte an diesem Abend nicht zu kurz kommen.

So blieb denn  auch bei  Stücken wie  „Tant Maria ihre Hungk“ , „Ich stonn widder met de Tütte dô“, „Spööl für mich“ und vielen anderen der von der Band überwiegend  im Stil irischer Folk-Bands  vorgetragenen Stücke kein Auge trocken, bis der Abend schließlich mit dem „Weihbischof“ und „Op heim ahnjonn“ traditionell zu Ende ging.

Alle Fans dieser Musik und der rheinischen Mundart dürfen sich schon auf das nächste Jahr freuen, wenn es im Mai wieder heißt: „ Mundartkonzert mit „ Antweiler, Graf & Co“

Ihr/euer  “Saach hür ens“ Lohmar e.V.

 

 

Aktuelles vom 10.04.2017

 

Mundart – Konzert mit „Antweiler, Graf & Co“

auf der Bühne des Dilettantenvereins in Neuhonrath

 

Bereits zum dritten Mal veranstaltet “Saach hür ens“ Lohmar e.V. in Zusammenarbeit mit dem „Dilettantenverein Neuhonrath“ auf deren Bühne „Op d’r Baach“ ein Mundart-Konzert mit der bekannten Hennefer Kultband „Antweiler, Graf & Co“.

Das Konzert findet statt:

am Freitag, den 12. Mai 2017 um 20 Uhr (Einlass 19 Uhr)

„Op d’r Baach“ in Neuhonrath

Eintritt: 12 Euro

 Vorverkauf: Friseurladen B. Königs in der Kirchstraße 6 in Lohmar(Tel.:02246/2825)

                       und  Schachenaueler Straße 11 in Lohmar-Neuhonrath (Tel.: 02206/5231)

 Die Band um Bernd Antweiler und Martin Graf hat mit Recht in den letzten Jahren im Rhein-Sieg-Kreis und in Köln so etwas wie einen „Kultstatus“ angenommen, und ihre Konzerte sind überall ausverkauft, zumal sich hier eine Fan-Szene aufgebaut hat, die zu einem großen Teil noch aus der Ära  der in den 70-er und 80-er Jahren bekannten Formation der „Panzerknacker“ stammt, deren Frontsänger Bernd Antweiler damals war.

Mittlerweile haben die vier Musiker, die sich als musikalische Multi-Talente an den unterschied-lichsten Instrumenten auszeichnen, und zu denen außer Bernd Antweiler und Martin Graf auch Tanja Krämer und Manfred Bosse gehören, durchaus  einen bemerkenswerten Bekanntheitsgrad erreicht, der sie sogar in Köln zu gern gesehenen Gästen auf den verschiedensten Veranstaltungen werden ließ.

So traten sie u.a. auch in dem Kinofilm- „Karneval – Wir sind positiv bekloppt“ im „Weißen Holunder“,  einer typischen „Veedelskneip“ in Köln auf.

Auch bei den „Bläck Fööss“ fanden die Lieder von Bernd Antweiler schon vor einiger Zeit Anerkennung und wurden in das Repertoir der „Fööss“ aufgenommen – so z. B. „ Leeve Pitter“, „Scheiß Moondaach Morrje“ oder etwa das Lied vom „Weihbischof“.

„Saach hür ens“ Lohmar e.V. und der „Dilettantenverein Neuhonrath“ freuen sich, ihren Gästen am 12. Mai ein Konzert der besonderen Art anbieten zu dürfen mit „janz vill rheinischem Heimat-Jeföhl“.

Ihr /euer “Saach hür ens“ Lohmar e.V.

 

 

Aktuelles vom 03.04.2017

 

„Krätzjer unn Verzällcher“ begeisterte vor vollem Haus

Gelungene Premiere „Op d’r Baach“

Krätzjer unn Verzällcher 025

Krätzjer unn Verzällcher 013

 

 

 

 

Wer hätte das gedacht? Auch die letzten Skeptiker waren am Ende eines beeindruckenden  Abends überzeugt, dass die Premiere mit den beiden Protagonisten Philipp Oebel mit seiner Gitarre und Erwin Rußkowski, der aus seinem Buch „Uss demm Levve“ las, ein voller Erfolg war. Dank der großartigen Zusammenarbeit zwischen dem „Dilettantenverein Neuhonrath e.V. 1899“ und „Saach hür ens“ Lohmar e.V. verlief die Vorbereitung und Organisation wieder einmal ganz hervorragend, und bereits beim Vorverkauf (die Veranstaltung war drei Wochen vorher ausverkauft) zeichnete sich ab, dass es ein vielversprechender Abend werden sollte.

Durch das Programm führten in ihrer ebenso charmanten wie auch witzigen Art Uli Pfau, die Vorsitzende des „Dilettantenvereins“ und Gerd Moos, der stellvertretende Vorsitzende von  “Saach hür ens“.Krätzjer unn Verzällcher 033

Und so erlebten die Besucher ein abwechslungsreiches Programm mit Krätzjer und Sketchen, das von der ersten Minute an fesselte und die Lachmuskeln strapazierte.

Philipp Oebel bestach mit Krätzjer  von Fritz Weber, Willi Ostermann, Jupp Schmitz und Karl Berbuer ebenso wie mit Liedern von Hein Bitz, Heinz Heger, Friedel Müntenich und den Bläck Fööss. Ob beim „Colonia Leed“, dem „Zausleed“ oder bei der Philipp Oebel-Variante „Demm Schmitz sing Frau is widder dô“, Philipp Oebel hatte die Gäste stets auf seiner Seite. Er verlangte ihnen aber auch eine Menge ab  – etwa beim Mitsingen des Zungenbrechers „Frau Schmitz unn Frau Latz“.

Man wäre nicht im Rheinland, käme nicht irgendwann der Zeitpunkt zum Mitschunkeln. Der war spätestens gefunden beim „Heimweh nôh Kölle“. Mehr noch: das war „Gänsehaut pur“.

Die Lacher hatte ebenso Erwin Rußkowski sehr schnell auf seiner Seite, als er zu Beginn drei Damen beim „Kaffeeklatsch“ durch authentische Stimmveränderung präsentierte. Aber auch das Thekengespräch „In d’r Weetschaff op d’r Eck“ fand rasend schnell begeisterte Zuhörer. Erst recht wurde gelacht bei „ Dr. med. Wurst“ oder bei der „Verdammpten Rechenaufjab“. Zu guter Letzt kam es mit  „Ens jrad‘ e‘ Bier dringke jonn“ zum Höhepunkt, als Rußkowski ein Ehepaar vorstellte, wo der Mann erst weit nach Mitternacht aus der Kneipe nach Hause kommt und ihn sein „Liebelein“ entsprechend empfängt.

Erst nach zwei Zugaben durften Philipp Oebel und Erwin Rußkowski von der Bühne, auf der sie sicher nicht zum letzten Mal gestanden haben – und das wahrscheinlich auch, weil „die Chemie“ zwischen den Beiden einfach gestimmt hat.

Bald gibt es wieder eine Veranstaltung von “Saach hür ens“ auf der Baacher Bühne.

Am Freitag, den 12 Mai spielt dort erneut die Kultband „Antweiler, Graf & Co.“

Der Vorverkauf (Karten 12 Euro) beginnt in Kürze bei Friseur Bernhard Königs in Lohmar und Neuhonrath

 

Ihr/euer „ Saach hür ens“ Lohmar e.V.

 

Archiv der Beiträge>